Eine Auswahl von Jivamuktis "Focus of the Month"
Die Magie des Segnens
„Liebes Ich in Form von Du“ – so schrieb ein Freund anstelle von „Liebe Sharon“ und illustrierte damit wortwörtlich die Einheit allen Seins, die im yogischen Zustand der Erleuchtung entsteht. Dass wir uns immer von anderen als getrennt betrachteten, halte uns von der Verwirklichung der Einheit ab, schreibt diesen Monat Sharon Gannon, Jivamukti Yoga New Yorck.
Oftmals, wenn wir uns über Andere aufregen, führt uns dies nur eigene vergangene Verhaltensmuster vor Augen. Anstelle die Lösung darin zu sehen, den/die Anderen ändern zu wollen, liegt der Schlüssel im Wandeln unserer Einstellung ihnen gegenüber. Ein Weg unsere Wahrnehmung zu verändern bzw. zu reinigen und die Trennung zwischen uns und anderen aufzulösen, ist, sich im Segnen zu üben. Bedingungslose Liebe erreicht durch das Segnen auf energetischem Weg den Empfänger und berührt auch den Sender. Segnen heißt zu verzaubern, so Sharon Gannon.
In ihrer „Meditation des Segnens“ nimmt man eine aufrechte Sitzhaltung ein und wird sich des Ein- und Ausatmens bewusst. Nach einer Weile sagt man bei jedem Einatmen still in sich hinein:“ Ich segne...“ und beim Ausatmen den Namen eines bestimmten Menschen. Nach und nach weitet man die Meditation auf die Familie, Freunde, Nachbarn, Vorgesetzte, Kollegen etc. aus. Später insbesondere auch auf die Menschen, mit denen wir Schwierigkeiten haben.
Mit der Zeit werden wir feststellen wie wir der besagten Person gegenüber immer wohlwollender werden und Uneinigkeit, die zwischen uns steht, sich auflöst. Und treffen wir sie tatsächlich, ist unsere Beziehung grundlegend gewandelt – entspannter und freundlicher. Diese Praxis - in Gedanken zu Segnen - braucht Geduld, liebevolle Zuwendung und Zeit, bevor der Samen reift. Doch dann nehmen nach und nach die Menschen um uns herum die Gestalt an, die wir wünschen und wir erkennen uns als die Person, von der wir immer wussten: Eins mit allem!
Die Magie des Segnens
„Liebes Ich in Form von Du“ – so schrieb ein Freund anstelle von „Liebe Sharon“ und illustrierte damit wortwörtlich die Einheit allen Seins, die im yogischen Zustand der Erleuchtung entsteht. Dass wir uns immer von anderen als getrennt betrachteten, halte uns von der Verwirklichung der Einheit ab, schreibt diesen Monat Sharon Gannon, Jivamukti Yoga New Yorck.
Oftmals, wenn wir uns über Andere aufregen, führt uns dies nur eigene vergangene Verhaltensmuster vor Augen. Anstelle die Lösung darin zu sehen, den/die Anderen ändern zu wollen, liegt der Schlüssel im Wandeln unserer Einstellung ihnen gegenüber. Ein Weg unsere Wahrnehmung zu verändern bzw. zu reinigen und die Trennung zwischen uns und anderen aufzulösen, ist, sich im Segnen zu üben. Bedingungslose Liebe erreicht durch das Segnen auf energetischem Weg den Empfänger und berührt auch den Sender. Segnen heißt zu verzaubern, so Sharon Gannon.
In ihrer „Meditation des Segnens“ nimmt man eine aufrechte Sitzhaltung ein und wird sich des Ein- und Ausatmens bewusst. Nach einer Weile sagt man bei jedem Einatmen still in sich hinein:“ Ich segne...“ und beim Ausatmen den Namen eines bestimmten Menschen. Nach und nach weitet man die Meditation auf die Familie, Freunde, Nachbarn, Vorgesetzte, Kollegen etc. aus. Später insbesondere auch auf die Menschen, mit denen wir Schwierigkeiten haben.
Mit der Zeit werden wir feststellen wie wir der besagten Person gegenüber immer wohlwollender werden und Uneinigkeit, die zwischen uns steht, sich auflöst. Und treffen wir sie tatsächlich, ist unsere Beziehung grundlegend gewandelt – entspannter und freundlicher. Diese Praxis - in Gedanken zu Segnen - braucht Geduld, liebevolle Zuwendung und Zeit, bevor der Samen reift. Doch dann nehmen nach und nach die Menschen um uns herum die Gestalt an, die wir wünschen und wir erkennen uns als die Person, von der wir immer wussten: Eins mit allem!
Vorwärts in die Vergangenheit
Sich vorbeugen gehört zu unseren häufigsten
Bewegungen. Wir beugen uns z.B. vor, um etwas aufzuheben - obwohl wir uns
vielleicht auch zurückbeugen könnten. Wir sitzen im Alltag Zuhause auf dem
Sofa, auf Stühlen bei der Arbeit oder im Auto. Und dies sind im Grunde
genommen alles Vorbeugen und doch verschwenden wir kaum einen Gedanken
daran.
Wenn wir aber in der Asana-Praxis
Vorbeugen üben, tauchen alle möglichen unangenehmen körperlichen
Empfindungen und Emotionen auf, die wir in der Regel nur zu gern - und
damit die Vorbeugen - vermeiden möchten.
Dies sind Resultate unser Vergangenheit,
die sich in unseren Gelenken, Muskeln, Organen und dem Gewebe manifestiert
haben und Sharon Gannon macht im Juli die Vorbeugen und die
Bewältigung unserer Vergangenheit zum Thema bei Jivamukti Yoga.
Energetisch wird das zweite Chakra -
Swadihshthana Chakra - aktiviert, dass mit unserer Kreativität, unserer
Sexualität und unseren Beziehungen zu Anderen korrespondiert. Auf
physischer Ebene stärken Vorbeugen die Hüftmuskulatur, dehnen die
Rückseite unseres Körpers und die Oberschenkelmuskulatur - das, was bei
vielen von uns Schreibtischtätern verkürzt und oftmals scherzhaft ist. Und sie verbessern
die Verdauung und helfen bei Menstruationsbeschwerden.
Egal ob die Vorbeugen sitzend, stehend
oder liegend ausgeführt werden, ist es wichtig, dass Füße und Beine aktiv
sind und der Brustkorb nicht zusammensinkt. Die Vorbeuge wird meist mit
der Ausatmung vertieft und mit der Einatmung erneut ausgerichtet.
Vielen Menschen fällt es außerordentlich
schwer, in Vorbeugen zu verweilen, um eventuell körperliches oder
emotionales Unbehagen zu vermeiden oder um sich nicht mit alten
unverarbeiteten Beziehungskonflikten und Ängsten zu konfrontieren. Doch
hier - so Sharon Gannon - liegt der große Nutzen der Vorbeugen: Dies
zu erkennen und zu lösen, bedeutet die Fesseln der Vergangenheit abzustreifen.
Vorgebeugt können wir die Vergangenheit bewältigen und so mühelos die
Zukunft angehen.
Standhaft bleiben
Stehende Asanas (Haltungen) zu üben, heißt, deren gesamtes Spektrum mit Vor- und Rückbeugen, Drehungen, Umkehrhaltungen und Balancen zu praktizieren. Hier trainieren wir unsere Standhaftigkeit – unser Vermögen, mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen.
Die stehenden Asanas und Ausrichtungsdetails sowie ihre energetischen und spirituellen Wirkungen werden von Sharon Gannon, der Co-Begründerin von Jivamukti Yoga, im Juni thematisiert.
Durch das Meistern der Grundstandhaltung - Tadasana (die Berghaltung) legen wir nach Meinung von Sharon Gannon das Fundament für alle weiteren stehenden Asanas: Mit den Füßen fest im Boden verwurzelt, dem Niederpressen der vier inneren und äußeren Punkte und dem Anheben der drei Fußbögen, aktivieren wir Mula Bandha (den energetischen Wurzelverschluss) und können Energie lenken. Und durch die korrekte Ausrichtung der Gliedmaßen - durch innere und äußere Rotationen, subtile Spiralbewegungen – werden wir stabiler und durchlässiger für Energiebewegungen.
Wie wir in Tadasana stehen, spiegelt wider wie wir unseren Platz in der Welt einnehmen: Stabil, im Gleichgewicht und mit einer guten Verbindung zur Erde und allen Lebewesen. Wenn wir Tadasana in allen anderen Standhaltungen entdecken, kann es gelingen, wieder in Verbindung zur Erde zu treten und so letztendlich den Zugang zum Göttlichen in uns zu finden.
Stehende Asanas (Haltungen) zu üben, heißt, deren gesamtes Spektrum mit Vor- und Rückbeugen, Drehungen, Umkehrhaltungen und Balancen zu praktizieren. Hier trainieren wir unsere Standhaftigkeit – unser Vermögen, mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen.
Die stehenden Asanas und Ausrichtungsdetails sowie ihre energetischen und spirituellen Wirkungen werden von Sharon Gannon, der Co-Begründerin von Jivamukti Yoga, im Juni thematisiert.
Durch das Meistern der Grundstandhaltung - Tadasana (die Berghaltung) legen wir nach Meinung von Sharon Gannon das Fundament für alle weiteren stehenden Asanas: Mit den Füßen fest im Boden verwurzelt, dem Niederpressen der vier inneren und äußeren Punkte und dem Anheben der drei Fußbögen, aktivieren wir Mula Bandha (den energetischen Wurzelverschluss) und können Energie lenken. Und durch die korrekte Ausrichtung der Gliedmaßen - durch innere und äußere Rotationen, subtile Spiralbewegungen – werden wir stabiler und durchlässiger für Energiebewegungen.
Wie wir in Tadasana stehen, spiegelt wider wie wir unseren Platz in der Welt einnehmen: Stabil, im Gleichgewicht und mit einer guten Verbindung zur Erde und allen Lebewesen. Wenn wir Tadasana in allen anderen Standhaltungen entdecken, kann es gelingen, wieder in Verbindung zur Erde zu treten und so letztendlich den Zugang zum Göttlichen in uns zu finden.
Der Sitz der Isis
Im Yoga geht es darum freundlich, gut und
in Verbindung mit der Erde zu stehen. Je mehr wir diese Gedanken etablieren,
desto mehr wird uns die Erde unterstützen und Kraft geben – so gelesen im Fokus
des Monats April bei Jivamukti Yoga.
Die Asana-Praxis „Seat of Isis“ (Der Sitz
der Isis“ – beschrieben im Buch „Practices for Liberating Body and Soul,
Jivamukti Yoga, Seiten 110/111) dient hier, den Bogen von der Erde zum
Göttlichen zu schlagen.
In der ägyptischen Mythologie steht die
Göttin Isis sinnbildlich für Perfektionierung – die Himmlische Mutter der
Götter. Sie wurden von den alten Ägyptern aufgrund ihrer Verbundenheit zur Erde
verehrt. Die ihr eigene Hieroglyphe ähnelt einem Stuhl und der phonetisch
zugeordnete Klang ist das „st“, welches Stabilität repräsentiert.
Auch der von Sharon Gannon verehrte
spirituelle Lehrer Ram Das verwendet schon in den 70er Jahren auf dem Titel
seines Klassikers „Be Here Now“ einen Stuhl, um darzustellen, dass Yoga mehr
als eine körperliche Übung ist.
Der
Ursprung jeder Asana ist die Verbindung zur Erde. Wenn die Verbindung zur Erde
stabil ist, erfahren Körper und Geist Leichtigkeit. Asana-Praxis kann die
Begrenzungen des Körpers überwinden und subtilere körperliche Formen erkennen
lassen. Asana-Praxis heisst, die eigene Beziehung zu allem Weltlichen - der
Erde -und allen Lebewesen zu vervollkommnen. Asana-Praxis heißt die Göttliche
Mutter zu verehren.
Die
Göttin/Mutter Erde wird diejenigen unterstützen, die nicht gierig sind. Sie
wird den Grund bereiten, uns von alten Karmas zu befreien und vom Leiden zur
Erleuchtung bzw. zur Befreiung zur finden. Dabei ist Selbstlosigkeit der
Schlüssel, glücklich zu sein. Es ist der Schlüssel zu einer gelungenen
Asana-Praxis und zum Erreichen des Zustands des Yoga. Es ist der Weg des
„Jivanmukta“, des befreiten Seins. Ein Yogi wandelt in Frieden auf der Erde -
jeden Tag, jede Erfahrung willkommen heißend und als Chance begreifend, mehr
zurückzugeben als man erhalten hat.
In der erwähnten
Asana-Praxis balanciert man erst auf einem Bein, dann auf Zehenspitzen auf
beiden Beinen, um von dort – weiter auf Zehenspitzen – mehrmals in die Hocke zu
gehen. Abschließend wird wieder auf einem Bein balanciert.
Relativ und Absolut
In diesem Monat zitiert Jivamukti Yoga aus
dem Buch „Radha-Krishna-Satsanga“ von Shri Bramhmananda Sarasvati. Er schreibt:
Wenn der Geist sich vom relativen in das
absolute Bewusstsein erhebt und frei von mentalen und emotionalen
Bewegungen wird, nennt man dies „Radha“.
Transzendiert der Geist dann in einen
Zustand reinen Bewusstseins, reiner Wahrnehmung und absoluten Seins, so nennt
man dies „Krishna“. In diesem Zustand erfährt der Geist „Nadam“ – kosmische
Musik und kosmische Energie.
Wenn „Radha“ und „Krishna“ sich durch
Krishna’s Flöte (nadam) verbinden, sehen wir das Absolute, die gesamte Existenz
– dies wird als „Radha-Krishna-Satsanga“ bezeichnet.
Der relative Geist gleicht einer Kobra und
Spiel eines Schlangenbeschwörers der Flöte Krishnas (bzw. Nadam). In der
Mythologie wird die Kobra durch Krishna’s Flöte verzaubert. Sie hat sechs
Köpfe. 5 Köpfe stehen für die Sinne und einer für den denkenden Geist. Shri
Krishna tanzt auf dem Kopf der Kobra und verzückt die Riesenschlange (bzw. unser
Ego, unsere Gedanken und das Denken) mit Nadam (dem inneren Licht und Klang),
so wie der Schlangenbeschwörer die Schlange verzückt.
Wenn wir meditieren, können wir manchmal
das relative zum absoluten Bewusstsein transzendieren. Wir erleben das
Zusammentreffen von „Radha“ und „Krishna“ - „Radha-Krishna-Satsanga“. Dies ist
unsere Geschichte.